Nutzungsbedingungen
Was mit ano-link gekürzt werden darf, wie der Dienst Missbrauch begegnet und wie Sie einer Sperrung widersprechen. Angaben nach Art. 14 der Verordnung (EU) 2022/2065 (Digital Services Act).
Diese Nutzungsbedingungen sind ein Entwurf. Sie werden vor der Veröffentlichung des Dienstes rechtlich geprüft und können sich bis dahin noch ändern.
1. Anbieter und Geltung
ano-link.de wird von Marcel Leingang, Caro Webdesign, betrieben; die vollständigen Angaben stehen im Impressum. Diese Bedingungen gelten für jede Nutzung des Dienstes — über diese Webseite ebenso wie über die öffentliche Schnittstelle. Ein Konto gibt es nicht; wer einen Kurzlink anlegt, nimmt diese Bedingungen mit dem Anlegen an.
2. Was der Dienst leistet
ano-link speichert eine Adresse, die Sie eingeben, und stellt dafür einen kurzen, zufällig erzeugten Code aus. Wer den Kurzlink aufruft, wird zur gespeicherten Adresse weitergeleitet. Der Dienst ist unentgeltlich. Er speichert fremde Angaben und ist damit ein Hostingdienst im Sinne des Art. 6 DSA.
Für die Inhalte hinter einer Adresse ist deren Anbieter verantwortlich. Für den Kurzlink und seine Verwendung sind Sie verantwortlich.
3. Welche Ziele nicht erlaubt sind
Nicht gekürzt werden dürfen Adressen, die zu Folgendem führen:
- gefälschte Anmelde- oder Zahlungsseiten und andere Versuche, Zugangsdaten oder Zahlungsdaten abzugreifen (Phishing),
- Schadsoftware oder Seiten, die sie verbreiten,
- Betrug, etwa vorgetäuschte Gewinnspiele, Shops oder Anlageangebote,
- unverlangte Massenwerbung (Spam),
- rechtswidrige Inhalte, darunter Verletzungen von Urheber- und Persönlichkeitsrechten, volksverhetzende Inhalte und jugendgefährdendes Material.
Ebenfalls nicht erlaubt ist, den Dienst so zu nutzen, dass er für andere schlechter erreichbar wird — etwa durch das massenhafte Anlegen von Kurzlinks oder das Durchprobieren fremder Codes.
4. Wie geprüft wird
Eine allgemeine Pflicht, alle Ziele vorab zu überwachen, besteht nicht (Art. 8 DSA), und eine inhaltliche Vorabprüfung findet nicht statt. Der Server ruft eine eingegebene Adresse auch nie selbst auf. Geprüft wird stattdessen:
- Beim Anlegendie Form der Adresse: nur http und https, keine IP-Adressen statt eines Namens, keine internen Netze, keine eigenen Portangaben außer 80 und 443, keine Kurzlinks anderer Dienste. Dazu ein Abgleich des Zielservers mit einer eigenen Sperrliste.
- Bei jedem Aufruferneut der Abgleich mit der Sperrliste — ein Ziel wird oft erst nach dem Kürzen bösartig.
- Auf Meldungjede Meldung über das Meldeformular oder an missbrauch@ano-link.de liest ein Mensch. Ziel ist, einen berechtigt gemeldeten Kurzlink binnen 24 Stunden zu sperren.
Die Sperrliste führt Namen von Zielservern, die für Phishing, Schadsoftware oder Betrug bekannt sind. Sie wird vom Betreiber gepflegt und kann aus öffentlich verfügbaren Listen ergänzt werden. Ein Eintrag gilt auch für alle Unterdomains des Namens.
5. Welche Maßnahmen es gibt
- Ablehnung beim AnlegenEine Adresse, die eine der Prüfungen aus Abschnitt 4 nicht besteht, wird nicht gekürzt. Die Fehlermeldung nennt den Grund.
- Vorläufige SperreGehen zu einem Kurzlink binnen 24 Stunden Meldungen aus mindestens drei voneinander unabhängigen Netzen ein, wird er automatisch vorläufig gesperrt. Er leitet dann nicht weiter, bis ein Mensch die Meldungen geprüft hat; die Zieladresse bleibt für diese Prüfung erhalten. Eine einzelne Person kann auf diesem Weg keinen fremden Kurzlink sperren.
- Sperre nach PrüfungBestätigt die Prüfung einen Verstoß, endet die Weiterleitung endgültig, und die Zieladresse wird gelöscht. Der Code bleibt verbraucht und wird nie neu vergeben.
- Aufnahme in die SperrlisteSteht hinter einem gemeldeten Kurzlink ein Zielserver, der erkennbar insgesamt dem Missbrauch dient, kommt sein Name auf die Sperrliste. Das wirkt dann für alle Kurzlinks zu diesem Server.
- BremsenVor dem Anlegen löst Ihr Browser eine kleine Rechenaufgabe, und die Zahl der Anfragen je Verbindung ist begrenzt. Das verteuert das massenhafte Anlegen, ohne dass Sie etwas tun müssen.
Wer einen Kurzlink selbst angelegt hat, kann ihn mit dem beim Anlegen angezeigten Verwaltungsschlüssel jederzeit selbst abschalten.
6. Begründung und Widerspruch
Ein Konto, über das wir Sie erreichen könnten, gibt es nicht. Die Begründung einer Sperre erscheint deshalb dort, wo Sie sie sehen: unter der gesperrten Kurzlink-Adresse selbst. Sie nennt, ob der Link vorläufig oder nach Prüfung gesperrt ist, und den Grund.
Halten Sie eine Sperre für falsch, können Sie formlos widersprechen: per E-Mail an missbrauch@ano-link.de, mit dem Kurzlink und einer kurzen Begründung. Ein Mensch prüft den Widerspruch und antwortet. Eine vorläufige Sperre lässt sich vollständig zurücknehmen. Nach einer Sperre auf Prüfung ist die Zieladresse gelöscht; ist der Widerspruch berechtigt, legen Sie den Kurzlink neu an. Der Rechtsweg bleibt in jedem Fall offen.
7. Lebensdauer und Verfügbarkeit
- Ohne AblaufdatumEin Kurzlink bleibt bestehen, solange er benutzt wird. Ein Kurzlink, der zwölf Monate nach dem Anlegen kein einziges Mal von einem Menschen aufgerufen wurde, wird automatisch gelöscht.
- Mit AblaufdatumEin Kurzlink mit gewählter Lebensdauer endet an diesem Tag; die Zieladresse wird dann gelöscht.
- Einmal-LinksEin Einmal-Link leitet genau einmal weiter; danach wird die Zieladresse gelöscht. Wird er zwölf Monate lang nicht geöffnet, wird die Zieladresse ebenfalls gelöscht. Der Code bleibt in beiden Fällen ohne Ziel bestehen und zeigt denselben Hinweis — so lässt sich von außen nicht erkennen, ob er geöffnet wurde. Kurzlinks auf eine Notiz bei secret-note.de werden als Einmal-Link angelegt, wenn Sie nichts anderes wählen.
Der Dienst ist unentgeltlich. Einen Anspruch darauf, dass er oder ein bestimmter Kurzlink dauerhaft erreichbar bleibt, gibt es nicht. Der Betrieb kann eingestellt werden; das wird, soweit möglich, vorher auf dieser Seite angekündigt.
8. Haftung
Für Schäden haftet der Anbieter unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie nach dem Produkthaftungsgesetz. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen, soweit das gesetzlich zulässig ist. Für die Inhalte hinter einer gekürzten Adresse haftet deren Anbieter; ab Kenntnis eines konkreten Verstoßes wird nach Abschnitt 5 gesperrt.
9. Änderungen und anwendbares Recht
Diese Bedingungen können geändert werden, etwa wenn sich der Dienst oder die Rechtslage ändert. Maßgeblich ist die hier veröffentlichte Fassung. Es gilt deutsches Recht. Zwingende Verbraucherschutzvorschriften des Staates, in dem Sie Ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben, bleiben unberührt.
Stand: Oktober 2026 (Entwurf)